Das schloss von Monteu Roero

Das Schloss von Monteu Roero ist ein faszinierendes Anwesen voller Geheimnisse und reich an Geschichte - ein elegantes, mysteriöses Schloss. Hier wurden viele Leben gelebt, die unauslöschliche Spuren hinterließen und Erinnerungen als Zeuge der Vergangenheit schufen.

Der alte Name des Schlosses ist „Monte Acuto“ aus dem Latein Mons Acutus - dank seiner strategischen Position. Der hoch gelegene Standort sicherte außer einem wunderbaren Blick auf das Gebiet von Roreo Sicherheit für die dort lebenden Bürger. Deswegen zog es viele Könige und Königinnen dorthin, um sie zu schützen.

Die Geschichte des Schlosses beginnt im Jahr 1041. Heinrich der III. gewährte dem Bischof von Asti das „Monte Acuto“. Der Bischof selbst übergab später das Gebiet an Guido Biandrate, der das Schloss bauen ließ.

Nur im Jahr 1152 wurde ihm der Besitz des Monte von Kaiser Friedrich Barbarossa zuerkannt, welcher sich dorthin zurückzog, um der Pest zu entkommen, die seine Truppe dezimiert hatte und der auch Friedrich II. erlag. Nach dreihundert Jahren verkaufte die Familie Biandrate das Schloss an die Roero – Rotari Familie, die für das Anwesen damals 48.000 Fiorini bezahlte und erst „Mons Acutus Rotarium“ und dann „Castello di Monteu Roero“ nannte. Unter der Herrschaft dieser Familie wurde das Schloss restauriert und durch unglaublich schönen und kostbaren bautechnischen Details bereichert. Das Schloss wurde zwischen 1570 und 1575 teilweise neu aufgebaut und ist bis heute grundsätzlich unverändert gelassen. Von großem Interesse sind die beiden großen Sälen, die im 16. Und 17. Jahrhundert mit atemberaubenden Fresken dekoriert wurden, u. A. mit dem Mythos von Daidalos und Ikaros, dem Mythos von Phaethon, mit der Legende der Horen, u.v.m. In einem anderen Saal sieht der Besucher die Heilige Jungfrau Maria während der Befreiung von Bonifacio Roero, der während eines Kreuzzuges in Gefangenschaft geriet. Von diskreter Schönheit ist die kleine geweihte Kirche im Innern des Schlosses, ein Ort des Gebets und der Läuterung. Die Bibliothek beherbergt eine Sammlung kostbarer Bücher über Medizin, Literatur und Philosophie aus dem 16. Jh. - eine echte Perle der Kultur.

Mi dem Schloss ist auch eine sonderbare Episode verbunden, über die im Buch “Geschichte und Legende der verborgenen Schätze in den piemontesischen Burgen“ von Alberto Fenoglio berichtet wird. Der Autor erzählt, dass der Bibliothekar von Baron Winterman, vor einigen Jahren, beim Neuordnen der Bücher bemerkte, dass das obere Ledereinband eines Buches doppelt so dick war wie der untere Teil. Er entschied dann, das Leder durchzuschneiden, um dieses Geheimnis zu lüften. Aus dem Versteck kam ein Pergament blatt, auf dem unverständliche Zeichen notiert waren. Mit Erlaubnis des Barons und Hilfe eines Universitätsprofessors entdeckte er, dass diese sonderbaren Zeichen durch Angaben aus Texten der okkulten Philosophien entziffert werden konnten. Man entdeckte somit die Geschichte von einigen spanischen Soldaten, die bei ihrem Rückzug aus dem Monferrato, als sie einen kleinen Hügel in Sicht des Flusses Po erreichten, in den Wäldern Zuflucht suchen mussten, um ihre Beute zu verstecken. Es handelte sich um einen wahrhaftigen Schatz, der zwischen vier Eichen, einem alten Turm und antiken Gemäuer, auf einem Hügel über einem Dörfchen vergraben sein sollte. Der Bibliothekar und der Professor verstanden, dass der Ort herausgefunden werden sollte.

Sie gingen die Route der Spanier nach und da einige Gegenstände in der Auflistung der Beute Kirchengeräte waren, schlossen sie, dass diese nur aus einer Abtei im Monferrato stammen konnten. Auf der Suche in den Hügeln und den Po entlang sahen die Forscher den Turm von Monteu, der an den im Dokument zitierten Turm erinnerte. So wurden Ausgrabungen angefangen, die aber früh unterbrochen wurden, weil der Baron aufgrund seiner Geschäfte umziehen musste. So fehlte die Finanzierung für ein solch schwieriges Unternehmen, und das Geheimnis des verborgenen Schatzes ist bis heute ungelöst. Um verstehen zu können, um was für ein Schloss es sich handelt, schließen Sie die Augen und stellen Sie sich vor, dass Sie in seinen Sälen, Schafzimmern und Gärten spazieren gehen; bewundern Sie jetzt die Fresken, Statuen und die alten Bücher. Die Lichter gehen an, Musik ertönt, die alten Besitzer kehren ins Leben zurück. Man kehrt zurück in die Zeit Barbarossas. Wir kehren zurück zum Mittelalter. Zurück in die Vergangenheit.

Es ist eine Geschichte zwischen Legende und Realität, die Jahrhunderte alt ist - eine lebendige Geschichte, zum Erinnern und Erzählen, begleitet vom Charme des Mysteriösen, von Schönheit und Realität. Aus diesen Gründen hat die Familie Berta 2012 das Schloss aufgekauft - aus Liebe zur Geschichte und den schönen Dingen, zu allem, was kostbar ist, aus Liebe zu eben diesem Weinbaugebiet.

Gianfranco und Enrico lieben Herausforderungen, und sind vom Kauf dieses Schlosses, einem Stück Geschichte, mehr denn je überzeugt. Sie gehen davon aus, dass die einzige Konstante die Veränderung ist, und haben deshalb das Schloss in ein Museum umgewandelt. Die Räume haben wieder Farbe angenommen, ihren alten Flair wieder gefunden und wurden erstmalig Besuchern geöffnet: schüchtern offenbaren sie sich in all ihrer Schönheit, wie nie zudvor. Die Familie Berta möchte dem Schloss als Willkommensgruß und der Tradition gemäß eine ganze Produktkollektion widmen, es somit in die Familie der Weingeiste aufnehmen: Der „Monte Acuto“ ist ein in Barriquefässern gealterter Grappa von Nebbiolo, Barbera und Arneis, der „Mito delle Ore“, ein Traubendestillat, und der Absinthlikör „Favola mia“ - drei Überraschungen von Weihnachten 2012.